Partnerschaft

Liebe und Eros als Quelle von Kraft und Kreativität

Die Liebe hat viele Gesichter – und so unterschiedlich wie die Menschen selbst, können auch ihre Beziehungen sein. Wenn Liebe und Eros zusammentreffen und gelebt werden, erfüllt uns das zutiefst mit innerem Glück, gibt uns Kraft und Lebensfreude. Dies ist allerdings kein Dauerzustand, kein endloses Happy End. Verliebt sein, sich öffnen, Vertrauen entwickeln, sich füreinander entscheiden ist der Anfang einer spannenden Geschichte – abenteuerlich, mit Höhen und Tiefen, können wir sie fortschreiben und immer weiter dazu lernen. Treffen sich zwei Menschen, die zueinander passen – auch auf der Seelenebene – so kann daraus ein packender Roman werden.

Unser ganzes Leben besteht aus Beziehungen zu Menschen, Tieren, Pflanzen, Dingen, Vorstellungen, Träumen, Zielen und so weiter. Diese Beziehungen werden im Wesentlichen gesteuert durch Emotionen und unbewusste Verhaltensmuster, sowie unsere positiven oder negativen Erwartungen, Wünsche und Ängste.

Ein Coaching ist für jede Art von Beziehung möglich. Wenn ich speziell auf Liebe, Eros, Partnerschaft eingehe, dann deshalb, weil es genau in diesem Bereich so viel Missverständnisse, Elend, Leid gibt und natürlich tausend Fragen:

Wie gehen wir mit unserem Bedürfnis nach Liebe und Nähe um?

Wie gehen wir mit sexuellen Bedürfnissen und Trieben um, die auch zu uns gehören?

Wie finde ich zu einer erfüllten Sexualität (Frauen und Männer), auch nach einer Operation oder anderen Traumata? Sexualität im Alter?

Was können wir tun, wenn die Liebe fehlt – wenn man sich einsam und ungeliebt fühlt, auch in einer Beziehung?

Und was ist, wenn die Liebe da ist, aber der Sex fehlt – oder die Partner unterschiedlich viel Lust haben?

Aus welchen Gründen brauchen wir Sex und was befriedigen wir damit?
Man kann: Sich von den Trieben treiben lassen – Bestätigung suchen – dominieren – verführen – Dampf ablassen – übertünchen, was sonst nicht stimmt – „sich die Birne frei v. . .“. . .

Das kann zum Teil auch schön sein und soll hier keiner Wertung unterliegen. Wenn Liebe und Eros jedoch verbunden sind, ist das etwas ganz anderes und eine Quelle von tiefem inneren Glück.

Verbundenheit, Liebe, Hingabe erschaffen und nähren sich gegenseitig. Liebe und Freude sowie ihre Gegenteile Einsamkeit und Leid existieren jedoch nicht getrennt, sondern wohnen Tür an Tür.

Wer sich dem Partner ganz öffnet, ist auch maximal verletzbar. So kann eine normale Meinungsverschiedenheit bei Liebenden auch eine Krise heraufbeschwören, da jeder verletzt ist, weil der Andere ihn nicht versteht. Daraus wird dann geschlossen, dass der Andere einen nicht wirklich liebt und so weiter … und wo eben noch Liebe und Verbundenheit herrschte, übernehmen jetzt Zweifel, Misstrauen und das Gefühl von Isolation das Ruder. Wir schützen unser Herz, weil wir den Schmerz fürchten und schneiden uns damit vom Leben ab.

Das Schönste und Erfüllendste ist, wenn man in einer Liebesbeziehung offen, ehrlich und vertrauensvoll ganz man selbst sein darf – sich nicht verbiegen muss, um den Geliebten oder die Geliebte glücklich zu machen. Liebe und Eros beflügeln uns, sie haben eine gewaltige und dennoch sanfte Kraft. Probleme gibt es immer wieder im Leben, aber gemeinsam durch dick und dünn ist noch schöner als alleine.
Wenn man allerdings in einer Beziehung steckt, in der man all zu oft dem Partner zuliebe die Bedürfnisse der eigenen Seele ignoriert, geht das, was gut gemeint ist, nach hinten los. Die Liebe stirbt, Gewohnheit, Bequemlichkeit, Abhängigkeit bleiben. Hier hat man entweder die Möglichkeit, gemeinsam auf die Suche nach dem verlorenen Glück zu gehen, oder sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und gut zu sich selbst zu sein.

Wir Menschen neigen dazu, wenn wir uns verlieben, unsere eigenen Wünsche und Erwartungen in den Partner hinein zu projezieren und erwarten dann, dass er oder sie genau diese – oft sogar unausgesprochenen – Wünsche erfüllt. Geschieht das, so fühlen wir uns geliebt und liebenswert – und sind daher glücklich. Geschieht das nicht, so wird das als mangelnde Liebe interpretiert und führt zwangsläufig zu Enttäuschungen, Vorwürfen und so weiter – das Ego ist verletzt und wir sind unglücklich.

Der erste Schritt wäre natürlicherweise zunächst einmal sich selbst zu lieben – so, wie man jetzt gerade ist. Denn genau das erwarten wir ja von unserem Gegenüber. Warum soll er oder sie das tun, was wir oft selbst nicht können? Sich selbst mit allen Stärken und Schwächen liebevoll anzunehmen ist der Grundstock, um Andere überhaupt lieben zu können und auch um die Liebe der Anderen überhaupt empfangen zu können. Es ist wie beim Radio: wenn unsere eigene Frequenz nicht auf Liebe eingestellt ist, können wir weder wirklich senden noch empfangen, so sehr wir uns auch danach sehnen.

Stattdessen ist das ängstliche  „Ich“ – vom Wunsch nach Liebe und Geborgenheit getrieben – immer auf der Suche, im Außen das zu finden, was im Innen fehlt. Der Partner soll uns das geben, was wir brauchen.

Trotz aller Verliebtheit ähnlichen Einstellungen, Interessen, Gleichklang ist doch jeder Mensch ein eigenes Universum. Wenn wir Jemanden lieben, dürfen wir nicht erwarten, dass er oder sie in allen Bereichen so denkt und fühlt wie wir es gerne hätten.

Damit aus Verliebtheit Liebe wachsen kann, sind Vertrauen und Achtsamkeit wichtig.

Manche Menschen entwickeln nie Vertrauen. Sie bleiben immer einsam, entweder allein oder in Ihren Beziehungen, die dann von Misstrauen und Kontrolle geprägt sind. Damit ersticken sie die Liebe und machen es ihren Partnern unglaublich schwer. Wenn man wirklich möchte, gibt es jedoch Wege, dieses (irgendwann verlorene) Vertrauen zurück zu gewinnen.

Dann wiederum gibt es Männer und Frauen, die von Herzen bereit sind alles zu geben und noch mehr, immer wieder Vertrauen in ihre Partner setzen, vieles ertragen, um einen Menschen mit ihrer Liebe zu „retten“, obwohl dieser Mensch noch nicht so weit ist. Das ist natürlich vergebene Liebesmüh und hier gilt es, dies auch zu erkennen – und dem Partner die volle Verantwortung für sein eigenes Leben wieder zu übergeben, das heißt selbst abzugeben. Wenn wir Menschen aus Liebe oder Mitleid „zu gut behandeln“ (in Schutz nehmen, schonen, alles entschuldigen, alles abnehmen), verhindern wir, dass sie sich entwickeln. Manchmal heißt Liebe gerade „nicht zu helfen“, wenn man am liebsten helfen würde. Wirklich lieben beinhaltet „in Liebe loslassen können“, auch wenn uns das im ersten Moment paradox erscheint.

Weiterhin existiert nicht selten „die heimliche Sucht gebraucht zu werden“, wenn man immer für Andere „gut sein muss“ um sich selbst gut, wertvoll und vielleicht unentbehrlich zu fühlen. Auch diese Menschen kommen mit sich alleine nicht klar. So gibt es noch unendliche Variationen des Themas . . . und: „Wir sind mitten drin!“ Es geht nicht um Bewertung, sondern Bewusst-Machung.

Liebe kann nur in Freiheit leben und gedeihen, in Achtung und gegenseitiger Wertschätzung – trotz aller Unterschiede.

Fast wichtiger als die Liebe ist das Vertrauen. Die meisten Partnerschaften kranken an mangelndem Vertrauen. Man schont den Partner, verheimlicht, sucht besser zu scheinen als man ist und vieles, vieles mehr, weil man im tiefsten Innern nicht glauben kann, dass man so geliebt wird wie man tatsächlich ist – auch mit den dunklen Seiten, Fehlern und Schwächen. Leider stimmt das auch oft. Wir werden geliebt, wenn wir „lieb sind“ und die Erwartungen der Anderen erfüllen. Wir werden dafür geliebt, dass wir den Anderen das Gefühl geben, das sie von sich selbst gerne hätten. Welch ein Tauschgeschäft der Illusionen!

Liebe ist Freude im Geben und Glück im Nehmen. Sie wächst wie eine Blume aus Ihrer Mitte heraus und gebiert wieder Freude und Glück. Jeder kennt diesen Zustand, wenn man glücklich verliebt ist.
Wenn wir jetzt noch im Stande sind – oder lernen – unsere Partner auch dann zu lieben, wenn unsere Illusionen über sie scheibchenweise desillusioniert werden, dann wächst wirkliche Liebe und schlägt tiefe Wurzeln.

Der Anfang ist nur der erste Teil des Romans und oft kommt es nicht wirklich zur Fortsetzung; zum spannenden, abenteuerlichen, erfüllenden zweiten und dritten Teil. Woran liegt das?
Nur wenn ich selbst als Mensch das geben kann, was ich vom Anderen erwarte und erhoffe, werde ich einen passenden Menschen auf gleicher „Ebene“ anziehen.
Solange ich daran glaube, dass wie durch ein Wunder alle meine Beziehungsprobleme gelöst sind, wenn der ´richtige´ Prinz oder die ´richtige´ Prinzessin kommt, werde ich nur Menschen treffen, die ebenso bedürftig sind wie ich selbst.
Wir suchen die „fehlende Hälfte“, die uns genau das gibt, was uns fehlt!
Unbewusst, aber dennoch offensichtlich, liegt hier die Vorstellung zugrunde, das man selbst nicht heil, nicht ganz, nicht vollständig ist. Jeder will haben, kann aber nicht von Herzen geben, weil er ja selbst im Mangel ist.

Einer der größten Verhinderer von echter Liebe ist unsere Angst. Alle Konflikte erwachsen aus von Angst geleitetem Handeln. Oft merken wir nicht, dass die Angst hinter Vielem steckt, was wir tun. Hinter Freundlichkeit und Anpassung steht oft die Angst, nicht geliebt zu werden. Ebenso steckt sie im Ehrgeiz, in der Depression und immer im Zorn.
Wenn wir der Angst nachgeben, verlieren wir unser Leben. Wir bauen Schutzmauern um unser Herz und können daher nicht mehr aus dem Herzen heraus leben und lieben.

Wenn wir die Menschen anders haben möchten als sie sind, zerstören wir die Möglichkeit einer echten Verbindung mit ihnen.

„Sobald wir verlangen, dass Andere unseren Vorstellungen entsprechen, kann die Liebe nicht mehr fließen. Erst wenn wir an Andere keine Bedingungen mehr stellen, sind wir empfänglich für die Liebe, die uns bereits verbindet“ (Ezra Bayda, Stille spricht deutlicher als Worte, Lotus Verlag, München 2006). Dieses Gebot der Achtsamkeit gilt in gleichem Maße für uns selbst. Jeder kann am eigenen Leib spüren, wie Gefühle aufrichtiger, warmherziger Liebe unterbrochen oder blockiert werden, sobald der Partner uns achtlos behandelt, kränkt, kritisiert oder ein bestimmtes Verhalten „wünscht“, sprich einfordert.
Ein Coaching kann helfen, diese völlig menschlichen Vorgänge bewusst zu machen, ohne dass man in gegenseitigen Vorwürfen und Verbitterung „stecken bleibt“. Das Ziel ist ehrlicher Austausch, um sich selbst und den Partner besser zu verstehen. Aus Verständnis kann Vertrauen erwachsen. Wem ich vertraue, dem kann ich mich anvertrauen und zu dem kann ich mich wieder hingezogen fühlen.

Liebe und Freiheit gehören zusammen – es gibt keinen anderen Weg zu wirklicher Liebe.

Es ist eine echte – aber auch schöne – Herausforderung, wenn zwei Menschen sich darauf einlassen. Leider ist dies alles in unserer Gesellschaft ziemlich in Vergessenheit geraten.

Meine Aufgabe als Coach sehe ich darin, Menschen den Zugang zu erfüllten, lebendigen Beziehungen zu erleichtern und bei der Bewältigung von Beziehungskrisen aller Art zu helfen.
Rufen Sie mich einfach an, wenn irgendwo „der Schuh drückt“ und Sie allein oder zu zweit nicht weiterkommen. Ein Gespräch ist viel persönlicher als jeder Text. Ich nehme mir gerne Zeit für Sie,
Ihre Claudia Gabriele van de Sand, Tel. 0174 – 711 42 16